Dresden
 

 

An dieser Stelle möchte ich nur einige sehenswerte Orte in und um Dresden beschreiben, denn über diese tolle Stadt gibt es schon genug Seiten im Netz. Da ich nun aber Dresden als meine zweite Heimatstadt ansehe, möchte ich doch nicht ganz darauf verzichten. Hier also eine Auswahl an touristisch besonders reizvollen Zielen, die Euch zu einem Besuch animieren sollen.

Der Zwinger   Semperoper   Weitere Informationen  

 

  Der Zwinger

Dresdens berühmtestes Baudenkmal, der Zwinger, ist ein einzigartiges Meisterwerk des höfischen Barock. Die Gesamtanlage ist klar und symmetrisch: ein rechteckiger Hof, dessen Längsseiten von je zwei Pavillons gebildet werden. Zwischen diesen weitet sich der Hof bogenförmig und ist hier von Galerien eingefaßt, die zwei weitere Pavillons einschließen: den Wallpavillon und den Glockenspielpavillon.

Kronentor   Im Süden schließt den Zwingerhof die Langgalerie mit dem Kronentor ab, im Norden die viel später entstandene Gemäldegalerie. Vor die vier Pavillons an den Längsseiten sind Terrassen gelegt, zu denen schön geschwungene Treppen führen. Den Hof schmücken Brunnenbecken mit Wasserspielen. "Zwinger" hieß ursprünglich der freie Raum hinter den Festungswerken der Stadt. Die Langgalerie mit dem Kronentor steht auf der alten Festungsmauer, der Wallpavillon und die angrenzenden Bogengalerien lehnen sich an den Festungswall; Zwingerteich und -graben sind Reste des Festungsgrabens. 1709 entstand der Zwinger zunächst nur als ein von Holzgebäuden umrahmter Festplatz für Turniere und andere höfische Spiele.

Von 1710 bis 1728 ließ ihn August der Starke durch den Landbaumeister M.D.Pöppelmann in seiner jetzigen Gestalt in Sandstein errichten. Die Pavillons und Galerien auf der Wallseite, die zuerst entstanden, dienten als Orangerie (Winterunterkunft für die wertvollen Orangen- und Lorbeerbäume der königlichen Gärten). 1732 wurden die Arbeiten eingestellt, der Zeitgeschmack hatte sich vom Barockstil Pöppelmanns abgewandt. Die von Pöppelmann geplante Erweiterung der Anlage bis ans Elbufer blieb unausgeführt, der bildhauerische Schmuck unvollendet. Bis zum Bau der Gemäldegalerie (begonnen 1847) schloß den Zwingerhof auf der Elbseite eine hohe Mauer ab. Für den Skulpturenschmuck stand Pöppelmann einer der größten Bildhauer des Barock zur Seite, B.Permoser. Jedoch können ihm nur wenige Bildwerke des Zwingers mit Sicherheit zugeschrieben werden. Auch seine Mitarbeiter J.B.Thomae, J.Chr. Kirchner und P.Heermann waren bedeutende Künstler. Die Werke der einzelnen Meister und ihrer Werkstätten sind nicht auseinanderzuhalten.

Das Kronentor (1713) stellt einen überreich gegliederten Triumphbogen dar. Über seiner kupfergedeckten Turmzwiebel tragen vier polnische Adler die polnische Königskrone. Die Figuren der Jahreszeiten in den Außen-Nischen und des Tamburinschlägers an der Hofseite stammen von Permoser. Die Hofseite der Langgalerie beiderseits des Tores schmücken phantasievoll gestaltete steinerne Brunnen.

Der Wallpavillon, das Glanzstück des Zwingers, "...gleicht einer Laterne. Er besteht nur aus Schäften und Fenstern, keine Quermauer bringt eine Versteifung hinein" (H. Ermisch). Die faunköpfigen Hermen an den Pfeilerschäften schuf B. Fermoser. Eine der schönsten barocken Brunnenanlagen überhaupt ist das Nymphenbad hinter dem Französischen Pavillon (zwischen Wallpavillon und Gemäldegalerie). Vom Springbrunnenbecken auf dem Wall fällt das Wasser über eine von Tritonen flankierte Kaskade in ein Becken mit wasserspeienden Delphinen. Zu beiden Seiten führen Treppen in den mit Tropfstein-, Ranken- und Muschelwerk ausgekleideten Grottenhof, wo wieder andere Wasserkünste spielen. Die mythologischen Frauengestalten in den Nischen gehen auf Permoser und seine Werkstatt zurück. Mehrere Figuren sind bei der Zwingerrestaurierung 1924/36 von den Bildhauern A.Höfer und P. Polte nachgeschaffen worden. Seit 1728 waren im Zwinger einige der damals königlichen Sammlungen untergebracht.

In den folgenden zwei Jahrhunderten war er wiederholt von Verfall und Zerstörung bedroht. Im Siebenjährigen Krieg erlitt er durch Kanonenbeschuß schweren Schaden. 1783/95 wurden die Schäden behoben und der noch fehlende Figurenschmuck, besonders am Eingangspavillon (später Glockenspielpavillon genannt), nach alten Modellen ergänzt. Im Revolutionsjahr 1849 brannten der Zoologische Pavillon (jetzt Porzellansammlung) und der Eingangspavillon aus. Sie wurden in den folgenden Jahren wiederhergestellt und an der Außenfront durch Anbauten für Museumszwecke erweitert. 1924/36 erfolgte durch die Zwingerbauhütte unter Dr. H. Ermisch eine völlige Überholung der Bauten und Skulpturen, die durch Verwitterung und unsachgemäße Ausbesserungsversuche schwere Schäden erlitten hatten. Die Porzellanmanufaktur Meißen schuf für den Eingangspavillon ein Glockenspiel aus Porzellan, wie es schon Pöppelmann vorgeschwebt hatte.

Die Bomben des 13. Februar 1945 vernichteten den erneuerten Zwinger so weitgehend, daß ein Wiederaufbau unmöglich schien. Trotzdem ging Ermisch, unterstützt von der sowjetischen Militäradministration, dem damaligen Oberbürgermeister Dr.R.Friedrichs, der Landesverwaltung Sachsen und einem Heer begeisterter Helfer, sofort an die schwierige Wiederherstellung des Kulturdenkmals. Die Erneuerung der Skulpturen oblag den Bildhauern A.Braun und F.Schlesinger. Nach Ermischs Tod (1951) übernahm sein Mitarbeiter Prof. A.Frenzel die Gesamtleitung. 1964 war das für unmöglich Gehaltene Wirklichkeit geworden, der Zwinger in alter Schönheit wiedererstanden. Nur die Deckengemälde im Innern blieben verloren. Wie einst beherbergen die Pavillons und Galerien kostbarste Kulturschätze.

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Semperoper

Semperoper   Das Opernhaus war Sempers zweiter Opernbau an diesem Platz. Der erste, 1838/41 errichtet, brannte 1869 ab. R.Wagner hatte darin mit drei Uraufführungen ("Rienzi" 1842, "Der Fliegende Holländer" 1843, "Tannhäuser" 1845) seine ersten Triumphe gefeiert. Für das zweite Opernhaus schuf Semper nur die Pläne, die Ausführung (1871/78) übertrug er seinem Sohn Manfred. Die Bauformen klingen an die prachtliebende Hoch-Renaissance an, das Ganze ist jedoch eine durchaus selbständige Schöpfung Sempers, die Zweckmäßigkeit, klare Gliederung und monumentale Wirkung vereinigt.

Den Mittelteil krönt eine bronzene Pantherquadriga mit Dionysos und Ariadne (von J.Schilling). In den Nischen der Fassade Statuen der großen Dramendichter: links Shakespeare und Sophokles, rechts Molière und Euripides, in der Mitte Goethe und Schiller (beide von E.Rietschel). Auf den Seitenflügeln Standbilder bekannter Dramen- und Operngestalten. Im zweiten Semperbau erlebte die Dresdner Oper eine neue Glanzzeit. Ihr Höhepunkt war die Uraufführung des "Rosenkavaliers" von R.Strauss (1911). Der Brand 1945 vernichtete die Dächer, die Bühne und die prunkvolle Innenausstattung. Ab 1953 wurden umfangreiche Sicherungsarbeiten durchgeführt, der Wiederaufbau in den achtziger Jahren abgeschlossen.   Semperoper

Mitten auf dem Theaterplatz steht das Reiterdenkmal König Johanns (Bronze, von J.Schilling, 1889). Johann war Danteforscher und hat unter dem Decknamen Philalethes die "Göttliche Komödie" übersetzt.

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Weitere Informationen
 
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semperoper.de Die Semperoper im Internet, Kartenbestellung über bestellung@semperoper.de
 
watzke.de Restaurant Ball- und Brauhaus Watzke, Kötschenbroder Str., direkt an der Elbe
 
triangel-dd.de Brettspiel-Kneipe "Triangel" am Trachenberger Platz
 
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karl-may-museum.de Karl-May-Museum Radebeul
Ausstellung "Karl May - Leben und Werk" in der Villa "Shatterhand" und
Völkerkundliche Ausstellung "Indianer Nordamerikas" in der "Villa Bärenfett"
 
sachsen.de/schloesser Sächsische Schlösserverwaltung im Landesamt für Finanzen
 
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