| Stadt Ermsleben |
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Ermsleben
Lage der Stadt
Chronik
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Konradsburg
Selketal
Burg Falkenstein
Aschersleben
Ermsleben, die Selkestadt mit heute etwa 3000 Einwohnern, liegt am nordöstlichen Rand des Mittelgebirge Harz im Bundesland Sachsen-Anhalt, etwa 50 km südlich von Magdeburg. Die Stadt Ermsleben wurde erstmals 1045 urkundlich erwähnt und erhielt 1530 das Stadtrecht von Kaiser Karl V. Sie ist reich an historischer Bausubstanz. Im Zuge der Gebietsreform im Jahr 2002 wurde Ermsleben mit mehreren Gemeinden im Umkreis (ehem. Verwaltungsgemeinschaft Falkenstein/Harz) zur Stadt Falkenstein/Harz zusammengefaßt. Der Ortsteil Ermsleben bleibt mit der größten Einwohenrzahl Sitz der Stadtverwaltung. Leider sind viele Häuser beim "Großen Brand von Ermsleben" im Jahre 1717 vernichtet worden. Man findet aber trotzdem immer noch viele, meist restaurierte Fachwerkhäuser in geschlossenen Häuserzeilen. Im Ermslebener Rathaus befindet sich die Stadtverwaltung. Trotz seiner geringen Einwohnerzahl existieren in Ermsleben eine Vielzahl kleiner und mittelständischer Betriebe. Auch die kulturelle Seite kommt nicht zu kurz. Ermsleben hat einen traditionellen Spielmannszug, zwei Schützenvereine, einen Sportverein und den Gesangverein "Liedertafel von 1845". Unsere Freiwillige Feuerwehr existiert bereits seit über 130 Jahren und ist ein wichtiger Bestandteil auch des kulturellen Umfeldes unserer Stadt. In Ermsleben gibt es eine Pension (Gleimstraße) und mehrere Gaststätten.
Etwa 3 km südlich von Ermsleben liegt die Konradsburg. Vor wenigen Jahren noch eine Ruine, kümmert sich jetzt der Förderkreis Konradsburg e.V. um die Anlagen. Hervorzuheben sind der hohe Chor der romanischen Basilika, die Krypta mit kunstvoll gestalteten Kapitellen und das Brunnenhaus mit einem funktionstüchtigen Eseltretrad. Die Konradsburg ist Bestandteil der "Straße der Romanik", welche viele historisch bedeutende Bauwerke in Sachsen-Anhalt zusammenfaßt. Im Burghof der Konradsburg finden einige kulturelle Veranstaltungen und Feste über das Jahr verteilt statt, z.B. hat sich die Walpurgisnacht mittlerweile zu einer schönen Tradition auf der Konradsburg entwickelt: neben dem traditionellem Feuer und kultureller Unterhaltung (2002 gab es tolle Musik einer Irish Folk Band und im Anschluß eine "The Doors"-Revival Band) wird auch ausreichend für das leibliche Wohl gesorgt. Im Jahr 2002 waren mehrere tausend Besucher auf der Konradsburg. Verkehrstip: Man kann mit dem Auto direkt bis vor die Konradsburg fahren außer zu Veranstaltungen, da wird man auf der Wiese unterhalb der Konradsburg sein Auto parken müssen. In der Burg gibt es ein Galerie-Cafe. Bei Bedarf werden Führungen veranstaltet (bitte in der Information melden).
Ermsleben liegt am Ausläufer des landschaftlich äußerst reizvollen Selketals. Etwa 4 km südwestlich von Ermsleben findet man den Ort Meisdorf mit dem im Sommer immer gut besuchten Freibad, einem Schloß (in welchem sich heute ein 4 (?) Sterne Hotel befindet) sowie einen Golfplatz. Da zwischen Meisdorf und Mägdesprung auf einer Strecke von etwa 14 km das Selketal weitgehend für Kraftfahrzeuge gesperrt ist, kann man hier ausgezeichnet wandern oder auf den gut ausgebauten Wegen mit dem Fahrrad die Natur erkunden. Zudem liegt Ermsleben am Radfernweg "R 1" von Höxter (Niedersachsen) nach Staßfurt (Sachsen-Anhalt). Dieser 265 km lange Radweg verläuft entlang dem nördlichen Harzrand. Verkehrstip A: Anreise mit Auto oder Eisenbahn nach Gernrode; dann mit der Selketalbahn von Gernrode bis Mägdesprung fahren (Fahrräder können mittransportiert werden); anschließend mit dem Fahrrad in Richtung Selkemühle fahren Verkehrstip B: Anreise mit Auto oder Eisenbahn nach Meisdorf; dann am Freibad vorbei in Richtung Selketal fahren
Über das Selketal erhebt sich majestätisch die Burg Falkenstein bei Pansfelde. Diese einzigartige Anlage, die ihr mittelalterliches Aussehen über alle Wechsel der Geschichte bewahrt hat, beherbergt heute ein umfangreiches Museum. Neben Schmuck, Gebrauchsgegenständen aus früheren Tagen, Weidmanns- und Jagdutensilien sowie komplett im alten Stil eingerichteten Zimmern, kann man auch eine umfangreiche Waffensammlung besichtigen. Etwa 1130 wurde die Burg als spätromanische Wehranlage errichtet. Für den Grafen Hoyer von Falkenstein verfaßte einst der ritterliche Schöffe Eike von Repgow um 1230 den "Sachsenspiegel", welche das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters und die erste gesamtdeutsche Rechts- und Gesetzes-Sammlung darstellt. Mittlerweile hat es sich sicherlich herumgesprochen, daß man sich auf der Burg Falkenstein in historischer Umgebung trauen lassen kann, denn die Nachfrage ist beachtlich. Verkehrstip: Da man mit dem Auto nicht direkt bis zur Burg fahren kann, stellt man
das Auto am besten an der Gaststätte "Gartenhaus" bei Pansfelde ab. Dann läuft man den etwa 3 km langen Weg oder
fährt mit dem Kremserwagen bis zur Burg. Wer mehr in die Natur eindringen möchte und etwas besser
zu Fuß ist, kann vom Selketal aus zur Burg empor wandern. Dazu läßt man das Auto hinter der Jugendherberge
bei Meisdorf im Tal abgestellt (kurz vor der Waldgaststätte "Zum Falken"). Der Weg ist zwar etwas länger und
steil, aber auch sehr schön.
Landschaftlich eindrucksvoll präsentiert sich auch der Landschaftspark Degenershausen in der Nähe von Pansfelde. Er wurde erst vor etwa 3 Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nachdem er umfangreich saniert und teilweise neu gestaltet wurde. Die restaurierte Windmühle bei Endorf, die alte Ziegelei auf dem Friedrichshohenberg und das Jägerhaus sind ebenfalls sehenswerte Objekte, welche vom Förderkreis Konradsburg e.V. betreut werden.
Ermsleben liegt im Landkreis Aschersleben-Staßfurt. In der Kreisstadt Aschersleben sind vor allem die Stephaniekirche, die historische Stadtmauer (an welcher von ehemals 51 Wachtürmen noch 15 erhalten sind), der Tierpark mit einem kleinen Planetarium, der Segelflugplatz an der Güstener Straße sowie der Markt mit dem Rathaus bemerkenswert. Auf der Homepage von meines Bruders gibt es zu Aschersleben noch ausführlichere Informationen. Das Rathaus besitzt eine sehr interessante Rathausuhr. Jede volle Stunde schlagen hier zwei kunstvoll gefertigte Ziegenböcke mit den Köpfen aneinander.
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