Festung Ergan
 

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Übersicht    Das Dorf Bud liegt am südlichen Zipfel der Hustadbucht (Hustadvika). Hier befand sich 1500-1600 der größte Handelsplatz zwischen Bergen und Trondheim. Bud ist heute ein kleines, verträumtes Fischerdorf. Von der Festung Ergan hat man eine einmalige Aussicht. Die Festung war während des 2. Weltkrieges ein Sitz der Wehrmacht. Der Berg ist immer noch von zahlreichen Gängen und Bunkeranlagen untergraben, welche zur Besichtigung mit und ohne Führung geöffnet sind.
 
Entstehung:
MuseetIm April 1941 wurde in Berlin die Heeresküstenartillerie 486 mit ihren selbstständigen Batterien aufgestellt. Eine dieser Batterien, die Heeresküstenbatterie 996, kam mit ihren Kanonen Anfang Mai 1940 nach Bud. Die Planung der Befestigungsanlagen erfolgte innerhalb kurzer Zeit und wurde später nicht mehr geändert. Die Marine und das Heer waren für den Ausbau verantwortlich.
Der Ausbau der Anlage begann im Frühling 1941. Mit dem Bau von Tunneln und Standplätzen wurde erst später angefangen. Komandozentrale, Operationsräume etc. wurden in den Felsen gesprengt. Im April 1943 waren die meisten Bauarbeiten abgeschlossen.
Bis zum Kriegsende wurde die Anlage weiter verbessert. Die Befestigungsanlage war ein Teil des umfassenden Verteidigungssystems von Petsamo bis zur spanischen Küste. Das Ergan Küstenfort war ein Teil des "Atlantikwalls".

Bunker Lage in Bud Lageplan

Abwicklung:
Vom Mai bis November 1945 wurde die Befestigungsanlage demontiert. Waffen und Munition wurden im Meer versenkt, die Baracken mitsamt den Einrichtungsgegenständen verkauft.

Hauptgeschütze:
Die Primärwaffe bestand aus 6 Kanonen französischen Ursprungs (Kriegsbeute aus dem Feldzug in Frankreich im Jahr 1940). Die deutsche Bezeichnung war 15,5cm K 416 (f). Das Kanonenrohr war 4,95 Meter lang. Die Kanonen hatten eine Reichweite von ca. 17 km. Die Kanonen waren eigentlich Feldkanonen, ursprünglich montiert auf dreiachsigen Lafetten.

Kanone Kanonenfundament

Nahverteidigung:
2 x 5cm KwK auf Sockellafette
1 x Skoda 4,7cm Pak 36 Bunkerkanone
1 x 3,7cm KwK
2 x 4,7cm Pak (Panzerabwehrkanone)
1 x Granatwerfer aus französischer Produktion
1 x Granatwerfer aus deutscher Produktion
2 x Maschinengewehre aus norwegischer Produktion
30 x Flammenwerfer (Typ 41)
2 x 150 cm Scheinwerfer

Die Scheiwerfer waren ein Stück vom Fort entfernt montiert, da die Deutschen mit Allierten Bombern rechneten. Sie hatten eine Reichweite von 22 km und einen Lichkegel von 10 Metern. Das dazugehörende Aggregat leistete 28 kW. In der Winterhälfte erinnerten die eingeschalteten Scheinwerfer an "Engelsmänner".

Scheinwerfer Flak

Luftverteidigung:
4 Luftfernkanonen (Flak 38) aus deutscher Produktion

Seeverteidigung:
Seeverteidigungsradar der Marine (FuMO 3)
Das Radar war in Kjeksa aufgestellt, ca. 2km östlich von Ergan.

Bemannung und Komandoverhältnisse:
Batterien:
Normale Besatzung: 2 Offiziere, 13 Unteroffiziere, 52 Soldaten. Dazu kamen 20 Infanteristen - insgesamt also ca. 90 Mann
Luftverteidigung:
8 Soldaten der Luftnachrichtengruppe waren mit Verteidigungsaufgaben nach Ergan beordert.
Organisation Todt:
40 Mann für Konstruktions- und Bauaufträge.
Seeverteidigung:
Es wurde eine unbekannte Anzahl Fernmeldepersonal von der Kriegsmarine gestellt, die das Radar in Kjeksa bedienten.
Kriegsgefangene:
In der Schule waren 110 polnische und im Bethaus 40 russische Gefangene untergebracht.
Die Bewachung betrug zwischen 300 und 350 Soldaten. Obwohl die Batterie eine Heeresküstenbatterie war, war sie, was Operationen gegen Seeziele betraf, dem Seekomandanten in Molde unterstellt. "Seekommando Molde"
Während landbasierter Operationen war die Batterie dem Chef der in Dombas stationierten Infanteriedivision unterstellt.

Weitere Informationen:

Ergan Kystfort, 6430 Bud
Tel. (+47) 71 26 15 18
Mobil (+47) 91 51 05 26
Öffnungszeiten: 10:00 - 18:00
Führung: 13:00, 15:00

 
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